Tefal ActiFry Smart XL Heißluft-Fritteuse

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Über die Leckerscouts durfte ich in den letzten 6 Wochen die Tefal AH9808 ActiFry Smart XL Heißluft-Fritteuse ausgiebig testen. Während der Testphase interessieren mich auch immer die Meinungen anderer Personen, aber dieses Mal könnte ich echt platzen. Besonders bei Amazon sind teilweise so unqualifizierte Bewertungen zu finden, dass ich als Hersteller da extrem empfindlich reagieren würde und in Zukunft solche Produkttests gar nicht mehr anbieten würde. Aber dazu später mehr….

Vielleicht schaut Ihr euch als erstes Mal dieses Video auf YouTube an, damit ihr schon mal visuell einen Eindruck dieser Maschine bekommen könnt.

Es gibt von der ActiFry verschiedene Varianten, insgesamt 7 unterschiedliche Geräte für ganz individuelle Bedürfnisse dürften eigentlich keine Wünsche offen lassen.

Ich habe die Smart XL mit Bluetooth ausprobiert, welche den Namen nach ein größeres Fassungsvolumen hat und zudem über Bluetooth gesteuert werden kann. Besonders interessant ist die große Rezeptdatenbank, die es in der App gibt.

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Merkmale und Funktionen

  • 1.550 Watt
  • 1,5 KG Fassungsvermögen
  • für bis zu 6 Personen
  • Verbesserte ActiFry Technologie: bis zu 30 % schneller
  • Bluetooth Funktion
  • Rotierender Rührarm
  • Timer mit Auto-Off Funktion
  • Teile spülmaschinenfest und abnehmbar
  • über 200 Rezepte in der Rezeptwelt

Die verbesserte ActiFry Technologie macht die ActiFry Smart XL zur schnellsten ActiFry die es je gab! Mit der ActiFry Smart XL lässt sich ein Kilogramm knusprige Pommes frites aus frischen Kartoffeln bereits in weniger als 30 Minuten zubereiten – und das mit nur drei Prozent Fett! Meeresfrüchte wie Shrimps und Garnelen, Geflügel wie Hänchenstreifen, -nuggets und -flügel, und Schnitzel sind leicht, schnell und gesund gezaubert während der Koch zeitgleich andere Sachen im Haushalt unternehmen oder erledigen kann.

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ActiFry Smart XL Heißluft-Fritteuse

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Zubehör ActiFry Smart XL

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Großes Fassungsvermögen von 1,5kg

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Behälter mit Rührarm

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Behälter und Rührarm lassen sich herausnehmen

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Rührarm lässt sich auch einzeln herausnehmen

Bevor ich Euch meine ersten Kochergebnisse zeige, möchte ich noch ein wenig auf das anfangs genannte Problem mit den Bewertungen eingehen.

Diese Maschine, also die Tefal ActiFry Smart XL, macht in meinen Augen nur Sinn, wenn man sie auch über die App steuert und auch wirklich nur dann! Warum?

  • über die App wird vollautomatisch die Temperatur gesteuert und reguliert
  • über die App wird der Rührarm gesteuert
  • an die APP wird das Gewicht gemeldet und entsprechend das Programm gesteuert

Diese Möglichkeiten gibt es manuell an dem Gerät nicht. Es wird also schwierig, einfach ein paar Zutaten in den Behälter zu geben und dann zu starten. Die Temperatur bleibt dann nämlich konstant bei 150 Grad und der Rührarm dreht sich kontinuierlich. Dann ist natürlich auch klar, dass Speisen „zermatscht“ werden oder nicht richtig gelingen. Wenn ich dann auch noch lese, dass jemand gefrorene TK-Speisen (fertige Pommes, Nuggets etc.) in die Maschine wirft und dann jammert, dass sie nicht besser schmecken als aus dem Backofen, der hat seine Testphase nicht wirklich ernst genommen. Sorry!

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Bluetooth Funktion

Wie geht man denn nun am besten vor? Man sucht aus der immer größer werdenden  Rezeptdatenbank (in der App) ein passendes Repzept aus. Hier geht es tatsächlich nur um die Zubereitung, die Zutaten können auch variiert werden.

Die App hat sich auf meinem iPhone übrigens ganz einfach installieren lassen und auch die Kopplung ging ruckruck.

In dem Rezept finde man genaue Angaben zu den Zutaten, die Menge und eine entsprechende Schritt-für-Schritt Anleitung. Das erinnert mich alles ein wenig an den Thermomix, gefällt mir jedoch auch so sehr gut. Hat man alle Zutaten in den Behälter gefüllt (Achtung, hier ist auch die richtige Aufteilung wichtig) kann man per App den Garvorgang starten.

Verkürztes Beispiel aus der APP

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Beispiel panierte Hähnchenbrust (Nuggets)

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Je nach Rezept wird die Temperatur eingestellt und auch zwischendurch reguliert. Der Rührarm wird auch durch die App gesteuert, alles ganz automatisch. Bei meinen Nuggets hat sich der Rührarm erst nach ca. der Hälfte der Zeit in Bewegung gesetzt und somit wurde die Panade auch nicht beschädigt, da sie schon angebraten war.

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Zugabe ein Löffel Öl

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Die Rezepte sind meistens für 5-6 Personen ausgelegt. Man kann die Zutaten aber auch entsprechend halbieren, das erkennt das Gerät und meldet es entsprechend der App zurück.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bislang erst 5 verschiedene Gerichte aus der Rezeptdatenbank in der Tefal ActiFry Smart XL zubereitet habe, diese jedoch alles wirklich gut geworden sind. Jetzt nach den Feiertagen werden ich noch mehr Zeit haben, weitere Gerichte auszuprobieren.

Die Reinigung ist auch super einfach, da der Deckel, der Behälter und auch der Rührarm einfach in den Geschirrspüler gestellt werden können. Aber auch die Handwäsche gestaltet sich mit Spülmittel nicht sonderlich aufwendig.

Mein Fazit

Ich habe in manchen Bewertungen gelesen, dass manche so ein Gerät nicht per App steuern möchten bzw. gar nicht können, weil sie die Voraussetzungen nicht haben. Warum bewerbe ich mich dann auf so einen Test, wo es doch ganz klar um die Smart-Funktionen geht und die Maschine ansonsten eigentlich auch gar nicht zu gebrauchen ist. Wer TK-Pommes oder Chicken-Wings zubereiten möchte, braucht so eine teure Maschine auch nicht. Hier ist Guided-Cooking angsagt und darauf sollte man sich einlassen, wenn man die Tefal ActiFry Smart XL sachgemäß nutzen möchte.

Aber auch ich habe noch einige Verbesserungsansätze. Damit man das Gerät vielleicht nicht nur über die fertigen Rezepte steuern kann, wäre doch eine manuelle Temperatureinstellung klasse. Auch ein On/Off Schalter für den Rührarm wäre direkt am Gerät eine Verbesserung, da man dann auch ganz individuelle Gerichte zubereiten könnte.

Die Rezeptdatenbank hat natürlich noch Potential nach oben, sowohl von der Anzahl der Gerichte als auch von der Menüführung.  Auch wenn ich nie einen Verbindungsabbruch hatte, empfand ich die Menüführung und den Rezeptvorgang nicht immer ganz intuitiv. Auch die Angabe der Ölmenge ist bei den meisten Gerichten zu hoch angesetzt, hier kann man noch deutlich an Fett sparen.

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Gulasch nach ungarischer Art

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Hier kann man oben gut die Röstung sehen (bevor der Rührarm startet!)

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Hier startet dann der Rührarm und vermengt das Gulasch bis es komplett fertig ist

Die Tefal AH9808 ActiFry Smart XL Heißluft-Fritteuse mit Bluetooth Funktion hat eine UVP von 349 Euro, ist aber bereits für unter 300 Euro zu finden. Nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber im Vergleich zu den vollautomatischen Küchenmaschinen noch human 😀

In diesem Video wird Euch nochmal gezeigt, wie die Nuggets zubereitet werden und wie der Garvorgang und die Rotation durch die APP gesteuert werden! Sehr empfehlenswert…

Das Produkt wurde mir vergünstigt zur Verfügung gestellt.

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Äpfel und Bananen in Kokospanade

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12 Kommentare

  1. Ich finde es schön, dass du auch sagst, dass mal wieder viele Tester unterwegs waren, die noch nicht mal nachgedacht haben, als sie sich beworben haben. Finde auch, dass man den Sinn vorher sehen muss und sich dann bewirbt, wenn man wirklich die nötigen Voraussetzungen hat. Ich habe mich bewusst nicht beworben. Ich hatte vor ein paar Jahren ein Vorgängermodell gekauft, was mir auch voll und ganz gereicht hat. Wozu noch ein zweites Gerät testen, dann lieber den anderen Interessierten den Vortritt lassen, die es auch wirklich nützlich einsetzen.

    lg nancy

  2. Schöner Bericht. Ich hatte mich auch beworben, wurde aber leider nicht ausgewählt. Gerade diese Smartphonefunktion hat mich sehr interessiert. Umso mehr ärgert es mich, wenn sich Leute bewerben, die die Voraussetzungen nicht erfüllen, obwohl bei der Bewerbung deutlich darauf hingewiesen wurde. Da muss ich dir wirklich Recht geben. Vielleicht hab ich ja Glück und es gibt nochmal einen solchen Test. Für den Originalpreis wär’s mir nämlich etwas zu teuer, zumal mich auch etwas stören würde, dass man manuell kaum etwas steuern kann. Da ist man meiner Ansicht nach etwas zu abhängig vom Smartphone.

    Liebe Grüße!

  3. Hallo liebe Testbiene,
    wir haben seit einiger Zeit die „kleine“ Actifry, also einfach eine „normale“, manuell steuerbare Heißluftfritteuse ohne diesen ganzen Hightech-Kram :D. Wir sind absolut begeistert! Insgesamt achte ich sehr auf gesunde Ernährung, kann aber meine Liebe zu Kartoffelprodukten aller Art nicht unterdrücken und bin in diesen Fällen der Heißluftfritteuse besonders dankbar. Mit nur sehr wenig Öl kann man in ihr die köstlichsten Pommes und Chips zubereiten, auch für ein Risotto ist sie super, weil sie das nervige Rühren übernimmt :).

  4. Du hast soooo Recht mit dem, was Du über die anderen schreibst. Wollte die Tefal ActiFry uuunbedingt ausprobieren, habs aber nicht „geschafft“ und mich da schon tierisch auf die Berichte gefreut. Viele kann man aber in die Tonne kloppen. Meinungen sind natürlich immer subjektiv, aber wenn jemand einfach zu blöd ist, das Ding richtig zu bedienen oder sich bewirbt, obwohl er die Voraussetzungen nicht erfüllt und dann schlecht bewertet… da krieg ich die Krise!

    Mich interessiert die ActiFry vor allem weil sie nich so stinkt wie ne normale Fritteuse. Wenn wir hier frittieren mit unserem uralten Ding, dann muss ich locker zwei Tage durchgehend Duftmelts anhaben und überall rumsprühen, damit der widerliche Gestank aus der Wohnung geht. Vom Geruch meiner Haare und den Klamotten ganz zu schweigen 😀

    Mich schreckt momentan nur der Preis extrem ab. Für 50€ hätte ich sie über das Testprogramm gerne gekauft aber 300€ sind mir für „ab und zu Pommes & Nuggets“ einfach zu viel Kohle.

    Danke auf jeden Fall für deinen ausführlichen Bericht und die ehrlichen Worte! Wenn sie mal so richtig hart im Angebot ist, schlag ich vielleicht doch zu.

    • Genau so ist es und das hat mich dieses Mal auch wirklich geärgert. Daher musste ich es mir auch von der Seele schreiben. Mir tut es tatsächlich für die anderen Leid, die das Gerät sehr gerne „richtig“ getestet hätten. Aber auch der Hersteller muss doch hier einen Würgereiz kriegen, wenn die Abgreifer wieder am Werk sind…..
      Gerät bekommen, auspacken, ohne irgendwas zu verstehen mal ausprobieren, klappt nicht, schlecht bewerten und ganz wichtig: SOFORT VERKAUFEN! (und sich dann auf die Schulter klopfen, wie clever man doch wieder war) 🙁 🙁 🙁

  5. Hallo Testbiene,

    die Kritik, die du an anderen Mittestern übst, lässt darauf schließen, dass diese sich einfach nur beworben haben ohne zu lesen (oder sich dafür zu interessieren), was das Ziel des Testes eigentlich ist.
    Hinsichtlich der Steuerung von Dingen mit dem Smartphone etc. bin ich immer etwas skeptisch und habe dann von einer Bewerbung abgesehen, da ich meine Küchenschränke erst ‚entrümpelt‘ habe und nicht schon wieder ein Gerät an-/beschaffen wollte, welches ich dann eventuell doch nicht verwende.
    Ich persönlich habe einige Zeit überlegt, ob ich mich bewerben soll. Meine Schwester hat sich jedoch einen Actify Smart gekauft und wir haben ihn dann zusammen ausprobiert und ich fand ihn nicht so toll. Ich persönlich sehe Kochen als eines meiner Hobbies an. Da will ich natürlich selbst Hand anlegen und so. Es ist natürlich praktisch wenn man neben dem ‚Kochen‘ noch was anderes machen kann, aber man muss ja trotzdem ein Auge darauf behalten. Für meine Schwester ist das Gerät aber sehr nützlich, da sie ein kleines Kind zu Hause hat, welches gerade die Welt für sich entdeckt. Da kann sie der Kleinen auch mal hinterher laufen oder mit ihr spielen, während das Essen für die Männer nicht zu kurz kommt. Dementsprechend verwendet meine Schwester die ActiFry Smart XL auch recht häufig.
    Aber sie ebenfalls schon angemerkt, dass die Rezeptdatenbank noch weiter ausgebaut werden sollte und ein manuelles Anschalten des Arms eventuell ganz nützlich wäre. Sie reduziert die Ölmenge einfach. Ich denke, dass man sich dabei an seine individuellen Vorlieben hinsichtlich der ‚Öligkeit‘ besonders bei Kartoffeln etc. herantasten muss.

    Ich finde deinen Bericht sehr gut, da er ehrlich ist und man anhand seiner Bilder sieht wie vielseitig das Gerät eingesetzt werden kann.

    Liebe Grüße,
    Crystal

    • Hey, deine Einstellung ist aber genau richtig! Erstmal genau informieren, Notwendigkeit und Voraussetzungen überprüfen und dann erst bewerben. Aber das ist anscheinend für viele schon zuviel verlangt.

      Natürlich kann es mal sein, dass sich erst im Nachgang herausstellt, dass das Produkt nicht wirklich für die eigenen Bedürfnisse passt. Aber so grundlegende Dinge wie „Ich habe gar kein Smartphone“ oder „Ich will nicht die App nutzen“ geht gar nicht.

      Ganz liebe Grüße!

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