Bücher verkaufen über Bonavendi, Momox & Co. Teil 1

Der Beitrag über meine Reise ins Tropical Island hat mir total Spaß gemacht, so dass ich mir nun vorgenommen habe, öfters über Erfahrungen und Erlebnisse aus meinem Alltag zu berichten.

Da ich gestern eine wahre Odyssee im Internet erlebt habe, erfahrt Ihr heute meine doch sehr nervenaufreibende Begegnung zum Thema „Ankaufsportale für Bücher“ . 

Mein Bücherregal platzt aus allen Nähten. Es ist voll und in anderen Räumen stapeln sich schon die nächsten Exemplare. Ausmisten ist angesagt! Bereits gelesene Bücher und auch Bücher, die ich mal gekauft habe und irgendwie trotzdem nie lesen werde, müssen Platz machen für neue Schätzchen. Insgesamt habe so über 70 Bücher aussortiert!

Wohin mit gebrauchten Büchern?

Diese Frage stellt sich natürlich ganz am Anfang. Für mich kamen folgende Möglichkeiten vorab in Frage:

  • Flohmarkt
  • Ebay oder Ebay Kleinanzeigen
  • Verschenken/Verleihen
  • Tauschportale
  • Ankaufsportale

Ich nehme mir seit Jahren vor, auf den Flohmarkt zu gehen und mache es doch nicht, daher fällt dieser Punkt schon mal flach. Und wenn ich endlich mal auf den Flohmarkt gehe, dann lieber mit Klamotten.

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Verkaufen auf dem Flohmarkt

70 Bücher bei Ebay einstellen. Na Prost Mahlzeit! Ziemlich aufwendig, da man ja jedes Buch einzeln einstellen und später auch versenden muss, dazu kommen dann noch die dämlichen Fragen von potentiellen Käufern. Natürlich ist dieser Weg sicher der beste, um möglichst hohe Verkaufspreise zu erzielen, aber mir fehlt dafür einfach die Zeit.

Ich tausche sehr gerne, allerdings brauche ich momentan eher wenig Nachschub, da ich noch ziemlich viele Bücher in der Warteschleife habe. Dennoch habe ich einige wenige Bücher bei Tauschticket (mein Lieblings-Tauschportal) eingestellt, aber dazu später noch mehr.

Kommen wir nun den Ankaufsportalen. Ich habe mich da etwas schlau gemacht und musste leidvoll erfahren, dass es über 40 verschiedene Portale gibt. Ein Portal zahlt für das Buch mehr, das Zweite wiederum für ein anderes Buch. Dieses Spielchen ist echt krass, da die Ankaufspreise für die verschiedenen Büchern unterschiedlicher nicht sein können. Mit vielleicht 5 Büchern kann man das mal schnell durchkalkulieren, aber mit 70 Büchern??

Bewertungen für Ankaufsportale

Nachdem ich mir einen kleinen Überblick verschafft habe, musste ich den nächsten Dämpfer einstecken. Die Ankaufsportale mit „relativ“ guten Bewertungen zahlen leider die niedrigsten Preise und die Service-Nieten bieten deutlich mehr für meine Schätze. Anscheinend ist aber genau das der Haken bei vielen dieser Portale. Anfangs wird ein hoher Preis für ein Buch geboten und nachdem man es eingeschickt hat, bekommt man eine Nachricht, dass das Buch (aufgrund von fadenscheinigen Ausreden) doch viel weniger Wert ist. Nun kann man entscheiden, ob man das niedrigere Angebot annimmt.

Vergleichsseiten für Ankaufsportale

Nun stehe ich immer noch mit meinen 70 Büchern da und möchte sie loswerden. Am besten schnell und ohne großen Aufwand. Durch Google Werbung bin ich dann auf Vergleichsseiten gelandet, welche auf den ersten Blick wirklich einen interessanten Eindruck machten. Positiv aufgefallen sind mir „Bonavendi“ und „Wer zahlt mehr„. Beide vergleichen die Preise für Bücher bei dutzenden Ankaufsportalen. Optisch (typisch Frau) und von der Benutzerführung hat mir Bonavendi besser gefallen, na dann mal los!

Gestartet habe ich mit der Bonavendi APP. Strichcode über die Kamera einscannen und schon werden die Preise über die unterschiedlichen Portale ermittelt. Leider dauert dieser Vorgang pro Buch bis zu einer halben Minute (gefühlt bis zu 5 Minuten). Ich habe dann zeitgleich das Portal über den MAC geöffnet und dort nebenbei händisch die ISBN eingegeben. Hälfte also über die App, die andere Hälfte über den Mac. Durch die Facebook-Anmeldung sind dann alle Bücher in einem Warenkorb gelandet. Erstaunlicherweise wurden wirklich fast alle Bücher sofort erkannt, das ging dann tatsächlich recht einfach, wenn auch elendig viel Zeit dafür drauf ging.

Nun hatte ich endlich alle Bücher in der Verkaufsliste (und hatte tierische Angst, dass auf einmal wieder alles weg sein könnte!). Hier ist das erste Mal „Augen auf beim Bücherverkauf“ angesagt! Bonavendi hat nämlich als Voreinstellung zwar „Maximalpreis“, dies betrifft aber nur die sogenannte Gold-Partner. Viele Ankaufsportale werden in dieser Berechnung nicht mit einbezogen.

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Ich empfehle daher den Wechsel auf den Expertenmodus, dort kann man entweder alle oder auch nur selektierte Anbieter auswählen. Außerdem kann man mit der Anzahl der Anbieter rumspielen. Die Ankaufspreise können so nochmal optimiert werden.

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Bei mir kam dann am Ende folgende Ankäufer raus: Momox, Zoxs, Mehrwegbuch und Buchlando-Buchankauf.

Die Verkaufsliste lässt sich nun (wieder mit etwas Geduld) zu den einzelnen Seiten übertragen. Das geht mal gut, mal weniger gut. Optimal lief das bei Momox, Preise wurden 1:1 von Bonavendi bestätigt, dazu kamen dann sogar noch ein Bonusgutschein über 10 Euro und Cashback über Qipu. Klasse!

Bei Mehrwegbuch wollten die statt der 21 vorher bestätigten Bücher doch nur 7 ankaufen. Hä, was sollte das denn? Zurück in den Expertenmodus und dieses Portal ausgeschlossen und neu berechnet 🙂

Buchlando-Buchankauf wirkt etwas altbacken, hat aber an sich gut funktioniert. Preise wurden auch komplett übernommen.

Bei Zoxs hat die Übernahme gut geklappt, allerdings wurden einige Preise auf 0,01 Cent runter gesetzt. 🙁 Diese Bücher habe ich dann dort rausgenommen und bei Tauschticket angeboten. Auch hier gab es wieder einen Gutschein und Qipu Cashback.

Bei allen Portalen gibt es gratis Versandaufkleber, also geht alles morgen in die Post (mega schwere Pakete)! Jetzt bin ich mal gespannt, ob alle meine Bücher zu den Preisen angekauft werden, wie online ermittelt wurde. Insgesamt bekomme ich nun für 62 Bücher laut der Kalkulation 263 Euro plus 15 Euro durch Gutscheine und 17,10 Euro durch Cashback.

Da ich aber vielen Bewertungen gelesen habe, dass man recht häufig diese Preise eben nicht bekommt, bin ich tatsächlich super gespannt wie ein Flitzebogen. Wenn jedoch alles glatt läuft wäre ich mit den Preisen absolut zufrieden. Man darf natürlich nicht die Neupreise dagegen rechnen, dann würde es mir wahrscheinlich die Tränen in die Augen treiben….

Was haben die Buchankäufer gezahlt? Hier geht es weiter …..

Kategorie Living

37 Jahre * Mama * Bloggerin * Chaotin * Workoholic * Kosmetik-Messie * Fussball-Fan * Bücherwurm * glücklich * harmoniesüchtig *

8 Kommentare

  1. Dankeschön für diesen ausführlichen Beitrag. Ich hoffe natürlich, dass alles glatt läuft bei deiner Kostenabwicklung.
    Das alles klingt zwar nach recht viel Arbeit, aber ich denke, dass ich mich dem Bücher ausmisten nun auch mal widmen werde. 1 kompletter Karton ist schon voll.

  2. Ein sehr schöner Bericht, ich hoffe sehr, dass du auch das Geld bekommst, was dir errechnet wurde. Ich muss auch einige Sachen loswerden, also ein toller Tipp! LG

  3. Benedikt2407

    Hallo liebe Testbiene,
    danke für den tollen Bericht! Hab auch gleich mal Werzahltmehr und Bonavendi angeschaut und fand auch Bonavendi vom Design viel ansprechender. Bei mir hat alles problemlos funktioniert und ich finde es ist eine tolle Möglichkeit viele Gegenstände auf einmal recht schnell und einfach zu verkaufen! Vielen Dank nochmal für den Tipp! LG Benedikt

  4. Habe auch schon Bücher verkauft, weiß aber schon gar nicht mehr, ob das über momox oder rebuy war. Man bekommt zwar wenig für seine Bücher, aber ich war alle auf einen Schlag los, habe auch für alle die zuvor ermittelten Beträge erhalten und war einfach froh, dass ich sie nicht wegwerfen musste.

    • ja genau so sehe ich es auch. Bei manchen Büchern war ich aber sogar überrascht über den doch noch recht guten Preis. Die erste Rückmeldung habe ich schon, auf die anderen beiden warte ich noch. Mal schauen 🙂

  5. Momox sind ganz miese betrüger. hatte eine limitierte Dvd dort ankaufen lassen
    30 euro Neupreis.
    angekauft wurde dich mit knapp 10 euro
    und da die wie gesagt limitiert ist habe ich bei der Partnerseite medimops mal geschaut … die ist die mit 29 euro verkauft worden
    frechheit

    • Hallo Kiki,
      aber warum hast Du die DVD denn dort verkauft, wenn es preislich für Dich nicht akzeptabel war?
      Gerade solchen limitierten Sachen würde ich nie über solche Portale verkaufen, sondern immer einzeln über Ebay etc.

      Natürlich wollen solche Portale die Artikel auch wieder gewinnbringend verkaufen, daher sind die Ankaufspreise oftmals niedrig. Du musst auch einrechnen, dass die noch den Versand übernehmen, die Produktkontrolle und natürlich Steuern sowie Löhne zahlen müssen. Da bleibt am Ende dann auch nicht mehr viel von so einer Marge über, auch wenn es für Dich nach Abzocke klingt.
      Aber wie schon geschrieben, hätte ich so ein limitiertes Produkt dort gar nicht erst verkauft.

      LG
      Nina

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