Kokosblütenzucker – eine Alternative?

Quelle: Flickr, "Allie_Caulfield"

Ich bin ja leider ein ziemlicher Süßschnabel, ohne Zucker läuft bei mir nix. Ich esse einfach umheimlich gerne Süßigkeiten, Kuchen und anderes Gebäck.

In den letzten Jahren habe mich bereits intensiv mit dem Thema „industrieller Zucker“ und entsprechend gesündere Alternativen beschäftigt und habe nun Kokosblütenzucker entdeckt. 

Das erste Mal habe ich Kokosblütenzucker  auf einem Markt in Thailand gesehen. Die Thailänder verwenden diese Zuckerart schon relativ lange, insbesondere für Gebäck. So gibt es dort so kleine Kuchen, die ausschließlich mit Kokosblütenzucker  gesüßt werden.

Durch anschneiden der Blütenknospe der Kokospalme tritt ein Kokosnektar aus. Dieser wird in Behältern aufgefangen. Durch einkochen wird der Flüssigkeitsanteil des Nektars solange reduziert bis er Kokosblütenzuckerkristalle bildet. Im abgekühlten Zustand werden die Kristale dann zu Granulat weiterverarbeitet.

Ein ganz großer, gesundheitlicher Vorteil von Kokosblütenzucker ist der niedrige glykämische Wert von etwa 40. Der Blutzuckerspiegel steigt gleichmäßig und langsam an, also auch optimal geeignet für Diabetiker. Das Sättigungsgefühl hält zudem länger an und man bekommt keine Heißhungerattacken.

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Kokosblütenzucker schmeckt nicht, wie vielleicht der Name vermuten lässt, nach Kokos! Der Geruch erinnert mich eher an karamellisieren, z.B. bei einer Creme brulee. Auch der Geschmack ähnelt dem vom Karamell, sehr intensiv und in gewisser Weise auch speziell. Nicht zu vergleichen mit normalen Haushalts- oder Rohrzucker.

Die Konsistenz ist bröselig mit einigen Stücken, welche sich aber leicht zerdrücken lassen. Nach längerer Lagerzeit wird der Kokosblütenzucker etwas fester, was aber nicht dem Geschmack schadet.

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die dickeren Stücke lassen sich leicht zerdrücken

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Was ich als riesengroßen Vorteil sehe, ist die einfache Verwendung dieser gesunden Alternative zu Haushaltszucker. Man kann Kokosblütenzucker nämlich 1:1 wie normalen Zucker verwenden. Kein umrechnen von Rezepten oder andere Experimente sind notwendig. Einzig der unterschiedliche Eigengeschmack sollte berücksichtigt werden , daher eignet sich Kokoszucker nicht unbedingt für alle Speisen. Da muss man tatsächlich etwas ausprobieren und es liegt auch immer am individuellen Geschmack. Wie bereits erwähnt, eignet sich Kokosblütenzucker optimal zum Süßen von Gebäck oder ist auch extrem lecker in Heißgetränken oder Milchshakes. Der karamellige Eigengeschmack ist auch überhaupt nicht künstlich, wie es manchmal bei Stevia oder ähnlichen Produkten der Fall ist.

Beim Kauf von Kokosblütenzucker sollte man darauf achten, dass es ein reines Produkt ist, also ohne andere Zusätze. Manche Kokosblütenzuckerprodukte werden mit anderen Zuckern gestreckt, da also gut drauf achten!

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Da Kokoszucker hauptsächlich in Südostasien angebaut wird, auf riesigen Kokosplantagen, sollte man auch auf Nachhaltigkeit des Produkts achten. Zu empfehlen ist ein Bio-Zertifikat.

Ein bekannter Anbieter von Kokosblütenzucker ist die Firma Wohltuer -Superfood. Das Unternehmen legt großen Wert auf Qualität und auf den nachhaltigen Umgang mit Mensch und Natur.

Ein Kilogramm Wohltuer Kokosblütenzucker in Bio-Qualität gibt es ab ca. 13 Euro.

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Produkt Placement

10 Kommentare

  1. Wir verwenden den Kokosblütenzucker meistens mit Eis oder Joghurt-Speisen. Der Karamellgeschmack macht das dann noch viel leckerer. 🙂 Den Zucker kaufen wir in unserem Bio-Laden. LG 🙂

  2. Hallo!

    Für Diabetiker, vor allem Typ 1, ist dieser Zuckerersatz wirklich einen Versuch wert, da sich hierdurch tatsächlich die typischen Blutzuckerspitzen (wie sie durch Haushaltszucker beispielsweise entstehen) abdämpfen lassen.
    Allerdings muss jeder selber testen, in welchen Produkten ihm dieser Zucker schmeckt, da er eben – wie du erwähnst – doch einen ganz eigenen Geschmack hat.

    Ich mag ihn zum Beispiel in Kuchen sehr gern, in Kaffee hingegen gar nicht.

    Danke für deinen Bericht 🙂

  3. Habe den Kokosblütenzucker hauptsächlich für Deserts gekauft und bin wirklich begeistert, gerade für Naturjoghurt ist er zum leichten süßen echt super. Schmeckt nach Caramel, war auch mit ausschlaggebend für den Kauf – ich liebe Caramel, ergiebig ist er auch

  4. Pingback: Kokosblütenzucker von Wohltuer | Testbericht von Testbiene

  5. Hallo, ich kenne viele Zuckersorten, aber einen Kokosblütenzucker ist mir bisweilen noch nicht zum backen untergekommen. Wäre aber mal ein Versuch wert, einfach mal zu wissen, wie er schmeckt. Lg Tina-Maria

  6. Ich wusste ehrlich gesagt nicht mal, dass es Kokosblütenzucker gibt. Umso spannender ist dein Beitrag für mich. Danke!

    Liebe Grüße,Lu

  7. Klingt super, nur der Preis ist schon sehr erschreckend wenn man überlegt für was man alles Zucker nimmt. Wobei, den Gästen kann man ja den normalen Rohrohrzucker weiterhin vor die Nase stellen 😉

    • Ich finde es eigentlich gar nicht so teuer. Kaufe immer direkt 1 Kilo und komme damit sehr lange aus. Verwende aber generell nur sehr wenig Zucker.

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