Wie bleiben die Hände im Winter geschmeidig?

Winterzeit – das bedeutet Schneelandschaft, Schlittschuhspaß und kuschelige Decken. Außerdem heißt das trockene Heizungsluft, eisige Kälte und raue Hände.

Lass dich nicht von den unschönen Seiten des Winters beeindrucken und zeig dem Dauerfrost die kalte Schulter!

Warum werden die Hände im Winter rissig?

Der scheinbare Mangelhaushalt im Körper ist schnell erklärt. Je kälter deine Umgebung auf Dauer wird, desto mehr ziehen sich die Gefäße in den von Kälte am meisten betroffenen Randbereichen des Körpers zusammen.

Dieses Vorgehen erleichtert die Erhaltung der Kerntemperatur in deinem Körper.

Die Kehrseite ist natürlich eine schlechtere Versorgung der Hautzellen mit lebensnotwendigen Bauteilen sowie kleinere Flüssigkeitsspeicher. Dies hat langfristig zur Folge, dass deine Hände spröde und rissig werden, bis schließlich einzelne Hautschüppchen wie vertrocknete Blätter im Herbst zu Boden rieseln.

Wie kann ich das verhindern?

  1. Signalisiere deinem Körper, dass es eigentlich überhaupt nicht so kalt ist, damit sich die Gefäße im Innern gar nicht erst verengen. Trag warme Handschuhe.
  1. Gib deinem Körper keinen Grund für zusätzliche Sparmaßnahmen. Ernähre dich ausgewogen und gesund.
  1. Führe deiner Haut bewusst die Nährstoffe zu, die dein Körper nach Einleitung lebensnotwendiger Reduktionsverfahren nicht mehr für die vernachlässigbaren Randbereiche übrig hat. Pflege deine Hände.

Täglich Cremen für einen dauerhaften Hauterfolg

Eincremen ist das A und O für schöne Hände und zarte Haut.

Wie gut, dass es so einfach ist, deinen Händen etwas Gutes zu tun, denn die Drogeriemärkte, Apotheken und Kaufhäuser bieten ein großes Sortiment an unterschiedlichsten Pflegeprodukten für das Badezimmer, den Schreibtisch und die Handtasche.

Ob Kamillenblütenextrakt, Mandelöl, Glycerin, Urea oder Bienenwachs – welche die richtigen Zutaten für dich sind, erfährst du nur im Selbsttest. Hautpflege ist eben sehr individuell!

Ein Tipp: Benutze tagsüber eine Creme, die vor Wasser und Detergenzien (austrocknenden Substanzen) schützt und nachts eine fetthaltige Creme. Ganz intensiv wirkt die nächtliche Pflege unter dünnen Baumwollhandschuhen aus der Apotheke.

Natürlich kannst du deine Creme auch selbst herstellen. Ein Beispiel dafür findest du hier.

Ein Handbad für die intensive Regeneration

Mindestens einmal pro Woche solltest du deinen Händen eine ausgiebige Pflegekur zukommen lassen. Ein Handbad ist der perfekte Auftakt dafür. Hier bist du freier, was die Herstellung der Badezusätze angeht.

Milch ist spätestens seit der Entdeckung von Kleopatras Badegewohnheiten ein anerkanntes Hausmittel für schöne Haut. Sie beruhigt und hat eine rückfettende, bei kleinen Rissen sogar entzündungshemmende, Wirkung.

Kamille ist wunderbar geeignet für empfindliche Haut. Sie wirkt ebenfalls entzündungshemmend und sogar wundheilungsfördernd bei kleineren Irritationen.

Mit dem Wasser von abgekochten Kartoffeln kannst du ein kleines Nährstoffwunder auf deiner Haut erzeugen. Einfach in eine passende Schüssel umschütten und auf eine angenehme Temperatur abkühlen lassen!

Pflanzliche Öle in allen Variationen unterstützen deine Haut bei dem Erhalt ihrer Elastizität, Spannkraft und Widerstandsfähigkeit. Vor allem Jojobaöl und Kokosöl sind beliebte Verkaufsschlager, aber gewöhnliches Olivenöl tut’s in der Regel auch.

Ein DIY-Handbad sollte etwa 15 bis 20 Minuten dauern. Mit fertig gemixten Zusätzen für Handbäder erreichst du dieselbe Wirkung auch in nur fünf Minuten.

Optimale Handversorgung durch ein Peeling

Mit den Händen ist es wie mit dem Rest des Körpers: Ein regelmäßiges Peeling fördert die Durchblutung und verhindert ausartende Hornhautwucherungen. Der beste Zeitpunkt hierfür ist direkt im Anschluss an das Handbad, eben weil sich lose Hautschüppchen dann besonders leicht entfernen lassen und weil die Poren der Haut geöffnet und aufnahmebereit für die weitere Nährstoffversorgung sind.

Mit einer halben Tasse Zucker, zwei Esslöffeln Olivenöl und dem Saft von einer halben Zitrone erhältst du drei Wirkweisen direkt in einem Peeling: Die Zitronensäure löst Verhornungen, die Zuckerkristalle erleichtern das Abrubbeln und das Olivenöl glättet im selben Durchgang.

Honig kannst du direkt aus dem Glas auf deinem Handrücken verteilen und sanft einmassieren, während deine Hände bestmöglich mit Vitaminen versorgt werden. Oder du fügst etwas Salz (am besten aus dem Toten Meer) hinzu, das gleichzeitig wichtige Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Kalium für die Zellerhaltung liefert.

Die Kartoffelkur ist etwas aufwändiger, dafür aber nicht minder wirksam. Dazu musst du eine große Kartoffel weich garen (am besten dämpfen, da sonst viele Nährstoffe ins Kochwasser übergehen), pellen, zerstampfen, mit einem Esslöffel Öl vermengen und wieder etwa 15 bis 20 Minuten einwirken lassen.

Damit die Pflegemaske nicht von deinen Fingern tropft, kannst du Einmalhandschuhe aus Plastik verwenden. Nach dem Peeling ist es wichtig, die Reste gut unter warmem Wasser abzuwaschen und die Hände einzucremen.

Gastbeitrag von Michaela & Alex von der Nageldesignzentrale

2 Kommentare

  1. Das mit dem Kartoffelwasser find ich gut. Könnte von meiner Oma sein. 😉 Das werd´ ich in jedem Fall mal probieren.
    Liebe Grüße, Anjanka

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